Wiederverwendung contra Recycling
Diese Woche hat ein Artikel der NZZ die Basler Architektin Barbara Buser vorgestellt. Sie hat sich mit der Umnutzung von alten Gebäuden verdient gemacht. Anstatt abzubrechen und an der gleichen Stelle Neues zu bauen. Wiederverwendung also – im Gegensatz zu Recycling, das beim Abbruch eingesetzt wird. Das sei ein männliches Prinzip.
Mit einer grossen Flex schneide ich hier die oberste Schicht des Kellergewölbes weg, um genug Höhe für eine Bodenheizung mit Isolation zu bekommen. Bei dieser staubigen Arbeit habe ich genug Zeit darüber zu grübeln, ob ich jetzt einem männlichen Prinzip folge, wenn ich die gebrochenen Steine anschliessend vor der Türe für ein Schotterbett verwende, in das ich dann die grossen alten Bodenplatten verlege.
Die gebrochenen Steine sind offensichtlich recycelt, die Bodenplatten hingegen bloss von innen nach aussen verlegt. Also wiederverwendet. Wenn ich mir den Rücken ruiniere, um die zum Teil über hundert Kilo schweren Platten zu bewegen, dann kann ich mir nicht vorstellen, was an diesem Vorgang nun weiblich sein soll. Aber ich vermute, dass ich da etwas nicht richtig verstanden habe…