Die Eidgenossen halten sich tapfer
Vor drei Jahren habe ich als Uferschutz Erlen an den Bachrand gepflanzt. Kleine Pflänzlinge von nicht mal einem Meter Höhe aus einer Baumschule in der Schweiz. (Wo gibt es schon Bamschulen hier. Wenn man einen Baum braucht, holt man ihn aus dem Wald. Dort wachsen sie doch…) Inzwischen sind die meisten der ungefähr 30 gepflanzten zu prächtigen jungen Bäumen von schon über drei Meter Höhe herangewachsen. Letzte Woche konnten sie sich im Uferbereich bewähren. Die helftigen Regenfälle haben den sonst eher trägen Bach zu einem echten Wildwasser anschwellen lassen. Die Bäume haben gezittert, aber den Fluten standgehalten.
Das Wetter macht interessante Kapriolen. Früher Schneefall im November gefolgt von Hochwasser. Und jetzt kalte, aber sonnige Tage. Es wird langsam Zeit, dass die Türen dicht werden. Ich bleibe dran.
Blick aus meinem Fenster heute Morgen
Jetzt lagern die Bretter zum Trocknen im Atelier.
Fazit: Alles hat seinen Preis. Wenn nicht in Euro, dann in zusätzlicher Arbeit.
Gleich drei dieser Mitesser habe ich heute auf meinen Rüebli gefunden. Anders als bei den Kartoffel- und den Spargelkäfern lasse ich diesmal aber Milde walten. Eigentlich ungerecht denen gegenüber. Aber diese schönen Raupen sind ja auch nicht so radikal gefrässig und überlassen mir anschliessend nach ihrem Mahl das ganze Rüebli zum Essen. Und im nächsten Sommer kann ich mich wieder an noch schöneren Faltern erfreuen.
Die ersten Waschgänge hat sie jedenfalls perfekt abgearbeitet.