Mal was Neues probieren
Dieses Jahr bin ich ein wenig spät dran, um Brennholz für den übernächsten Winter zu schlagen. Jetzt endlich kann ich ein paar trockene Tage nutzen, um schnell noch vor der Vegetationsperiode die benötigte Menge an Bäumen zu fällen. Das mache ich zum ersten Mal auf einer Fläche, die ausgelichtet werden muss, nachdem ich bis jetzt immer nur einzelne Bäume, die schon gefallen oder abgestorben sind, genutzt habe.

Im dichten Bestand stellen sich neue Herausforderungen, dass die fallenden Bäume sich nicht aufhängen. Wenn es doch passiert, bin ich bisher meistens mit der im Handholzerkurs erlernte Methode durchgekommen, dass ich sie am Fuss mit Hilfe des Zappis wegziehen konnte. Soweit ist alles schon Routine.
Neues versuche ich mit der Idee, das geschlagene Holz nicht nur zum Verheizen, sondern auch zum Verbauen zu nutzen. In den für den Innenausbau benötigten grossen Mengen kann ich mir das aber nicht vorstellen. Es ist mühsam, mit der Motorsäge einen rohen Balken zuzuschneiden.
Ich bin hier ja auch noch am Üben. Aber die Probleme häufen sich. Wie bewege ich die ganzen Stämme an den Sägeplatz? Und wie bringe ich die langen Balken dann nach Hause? Wie viel Aufwand bringt es zusätzlich mit sich, das rohe Material dann aufzubereiten?
Ich überlasse das doch besser dem etablierten Holzhandel. Auch ich will doch mal mit der Renovation der Häuser fertig werden…
Allerdings hege ich den Plan, für das jetzt improvisierte Holzlager einen stehenden Unterstand zu bauen. Die dazu benötigten Stützen schaffe ich vielleicht noch. Und für die Abdeckung stelle ich mir dann ein Holzschindeldach vor. Somit ist schon wieder eines neues Projekt geboren.
Praktisch nichts! 30 Meter sind leicht überschwemmt worden, weil eine Durchlassröhre sich verstopft hat. Das werde ich in zwei Arbeitstagen wieder gerichtet haben, um ein weiteres Überschwemmen vielleicht ganz verhindern zu können. Aus Schaden kann man auch lernen.
Vor drei Wochen konnte ich die 100 Meter bastaigns in Douglas aus der Sägerei abholen und seither geht es Schlag auf Schlag.
Das noch leere Atelier soll eine zweite Ebene erhalten, um Platz für lagerndes Material zu schaffen.
Aber bald werden die ersten Konturen der Arbeit sichtbar. Das Gerüst steht. Jetzt fehlen noch der Bodenbelag, das Geländer und die Treppe.
Nebenbei muss ich immer wieder mit schlechtem Gewissen an den Wald denken, wo auch Arbeit auf mich wartet…
Und tatsächlich konnte ich vor den ersten starken Frösten des Spätherbstes noch eine zweite Kartoffelernte einfahren, diesmal mit weniger Ertrag, aber mit einer gewissen Ehrfurcht vor der Arbeit meiner „Vorbewohner“.
Oft ist abends nur ein Fenster beleuchtet und eigentlich scheinen die vier Strassenlaternen nur für die paar streunenden Katzen, die den Weg auch ohne dieses Licht finden würden.
Kummer bereitet mir die Frage, wie ich die 60kg schweren Balken an ihre Position bringen werde. Es wird sich eine Lösung finden müssen. Die Kraft des Hebels lässt sich ja noch immer nützen.
Die restlichen geschätzt 10 Kilo lasse ich hängen. An vielen Orten der Welt gibt es offensichtlich immer noch Überfluss. Nur an der Verteilung scheint es hin und wieder zu mangeln.